LandschaftsArchitektur FRANZ
Schlosspark Ballenstedt [Foto: E.Nier]

SCHLOSSPARK BALLENSTEDT Denkmalpflegerische Rahmenkonzeption, Entwurfsplanung bis Bauüberwachung

 

                

 

 

Die Stadt Ballenstedt ist wegen ihrer kulturhistorischen Bedeutung und reizvollen Lage im östlichen Harzvorland ein wichtiger touristischer Anziehungspunkt. Das Schlossensemble stellt heute einer der Höhepunkte der "Straße der Romanik" dar. Die Anfänge gärtnerischer Gestaltung im Umfeld des Schlosses gehen nachweislich bis ins 16. Jh. zurück. Um 1860 wurde der international bedeutende Gartenkünstler Peter Joseph Lenné für die Gestaltung des bis dahin noch formal gegliederten Nutzgartenbereiches nördlich des Schlossberges hinzugezogen. Unter seiner Führung entstand die heute so berühmte terrassenartige Wasserachse - eines der reifen Spätwerke Lennés.

 

Aufgrund seines gartenkünstlerischen Stellenwertes wurde der Schlosspark Ballenstedt als eine von vierzig Gartenanlagen für das Projekt "Gartenträume - Historische Parks in Sachsen-Anhalt" ausgewählt. Seit 2005 laufen umfangreiche Maßnahmen zur gartendenkmalpflegerischen Wiederherstellung des Schlossparks Ballenstedt. So wurden beispielsweise der Schlossteich entschlammt, der Uferdamm saniert sowie sieben Brücken nach historischem Vorbild wiederhergestellt. Derzeit laufen Sanierungsarbeiten an der Wasserachse und verschiedenen Skulpturen.

 

 

Lage

Stadt Ballenstedt, Südwesten von Sachsen-Anhalt, im nordöstlichen Harzvorland

Projekt

Denkmalpflegerische Rahmenkonzeption, Entwurfsplanung bis Bauüberwachung

Planung

2003 - 2006

Auftraggeber

Verwaltungsgemeinschaft Ballenstedt

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BRÜHLPARK UND ABTEIGARTEN QUEDLINBURG Denkmalpflegerische Konzeption, Entwurfsplanung bis Bauüberwachung

 

 

Der Brühlpark und der Abteigarten in Quedlinburg sind Bestandteile des Projektes "Gartenträume - Historische Parks in Sachsen-Anhalt". Beide Anlagen sollen saniert und besser für den "sanften Tourismus" erschlossen werden.

 

Die Welterbestadt Quedlinburg ist eingebettet in eine der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands. Eine wichtige Festlegung der denkmalpflegerischen Konzeption ist es, die lange Gartentradition, die eng mit dem von Kaiser Otto I 936 gegründeten freiweltlichen Damenstift verbunden ist, wieder im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu verankern sowie anschaulich zu präsentieren. Dabei kommt der funktionellen und gestalterischen Wiederherstellung der im Barock angelegten städtebaulichen Achse zwischen Schlossberg, Abteigarten und Brühl eine große Bedeutung zu. Der Abteigarten, ehemaliger Lust- und Nutzgarten der Äbtissinnen, wird bis 2006 wieder für Besucher erschlossen. Im Brühlpark, der für das Wirken so bedeutender deutscher Gartenkünstler wie Eduard Petzold und Johann Gottlieb Schoch steht, werden bis 2007 umfangreiche Maßnahmen am Gehölzbestand, den Wegen und der Ausstattung durchgeführt.

 

Die Planung und Durchführung der Maßnahmen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt.

 

 

Lage

Stadt Quedlinburg, Südwesten von Sachsen-Anhalt, im nordöstlichen Harzvorland

Projekt

Denkmalpflegerische Konzeption,Entwurfsplanung bis Bauüberwachung

Planung

2001 - 2006

Auftraggeber

Stadt Quedlinburg

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SCHLOSSGÄRTEN BLANKENBURG / HARZ Denkmalpflegerische Rahmenkonzeption, Entwurfsplanung bis Ausführungsplanung

 

                

 

 

Der Komplex der Schlossgärten in Blankenburg gehört zu den vierzig Gartenanlagen, die im Rahmen des Projektes "Gartenträume - Historische Parks in Sachsen-Anhalt" unter garten-denkmalpflegerischen Gesichtspunkten saniert werden. Das Gartenensemble, das über 100 ha umfasst, setzt sich aus mehreren Teilbereichen zusammen. Den zentralen Teil bilden Lust-, Berg-, Fasanen- und Schlossgarten. An diesen intensiv gestalteten Kernbereich schließt sich der weitläufige Tiergarten an. Für die große Bedeutung der Blankenburger Schlossgärten spielen insbesondere geschichtliche, künstlerische und wissenschaftliche Aspekte eine Rolle. So ist die Entwicklung der Gärten eng an zahlreiche historisch bedeutsame Ereignisse und Mitglieder europäischer Herrschaftshäuser geknüpft. Von künstlerischer Bedeutung ist v.a. der in Berg- und Terrassengarten erhaltene skulpturale Schmuck.

 

Durch eine Förderung der Allianz Umweltstiftung wurde es möglich, den Bereich des Fasanengartens als integralen Teil des Schlossgartens wieder aufzuwerten. Dazu wurden umfangreiche gartenhistorische Schürfungen vorgenommen. Das historische Wegesystem, das bis in die 1950er Jahre erhalten geblieben war, konnte dabei wieder freigelegt und saniert werden. Der Garten wurde durch die Künstlergruppe ODIOUS mit Kunstobjekten in moderner Formensprache ausgestattet.

 

Insbesondere wegen ihrer kulturhistorischen Bedeutung sowie der Synthese aus historischer und moderner Gartenkunst wurden die Schlossgärten Blankenburg im Jahr 2005 unter die 10 schönsten Gärten in ganz Deutschland gewählt.

 

 

Lage

Stadt Blankenburg, Südwesten von Sachsen-Anhalt, im nordöstlichen Harzvorland

Projekt

Denkmalpflegerische Konzeption,Entwurfsplanung bis Ausführungsplanung

Planung

2002 - 2004 (Fasanengarten gemeinsam mit Büro Baumgart, Berlin und Büro WBI Hohenwarthe)

Auftraggeber

Stadt Blankenburg

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PROMENADENRING LEIPZIG Denkmalpflegerische Rahmenzielstellung, Entwurfsplanung bis Bauüberwachung

 

 

Der Leipziger Promenadenring ist mit großer Wahrscheinlichkeit der erste kommunale Landschaftspark in Deutschland und war Vorbild für viele spätere Anlagen. Seine Anfänge lassen sich bis in das Jahr 1725 zurückverfolgen. Ab 1784 wurde unter dem Bürgermeister Müller mit der Niederlegung der alten Fortifikationsanlagen begonnen und auf den neu gewonnenen Flächen ein umfangreicher Landschaftsgarten im englischen Geschmack angelegt.

 

In der Folgezeit wurde der Promenadenring immer wieder erweitert, umgestaltet und den Bedürfnissen der wachsenden Stadt angepasst. Nach Plänen des kgl.- preuß. Gartendirektors Peter Joseph Lenné und seines Mitarbeiters Gustav Meyer entstand in den 1860er Jahren eine großzügig gestaltete Parkanlage zwischen dem Augustusplatz und der Petersstraße. Zahlreiche Planungen lieferten auch die Leipziger Gartendirektoren Carl Otto Wittenberg und Carl Hampel.

 

Nach 1945 fielen zahlreiche Flächen des Promenadenringes Verkehrsprojekten zum Opfer oder wurden vernachlässigt und überplant. Deshalb wurde 1991 von der Stadt Leipzig eine Denkmalpflegerische Rahmenzielstellung in Auftrag gegeben. Sie bildet die Grundlage für die 1994 begonnene, schrittweise Wiedergewinnung dieses wertvollen Gartendenkmals.

 

 

Lage

Stadtzentrum Leipzig

Projekt

Denkmalpflegerische Rahmenzielstellung,Entwurfsplanung bis Bauüberwachung

Planung

1992 - 2005

Auftraggeber

Stadt Leipzig, Grünflächenamt

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SEIFERSDORFER THAL Denkmalpflegerische Konzeptionen, Entwurfsplanung bis Bauüberwachung

 

 

Seit 1981 bemüht sich der heutige Verein "Seifersdorfer Thal" um die Pflege und Erhaltung dieses bedeutenden, ab 1781 angelegten Landschaftsgartens, der wohl wie kein anderer das "Zeitalter der Empfindsamkeit" erlebbar werden lässt. Neben zahlreichen praktischen Arbeitseinsätzen wurden in den letzten zwei Jahrzehnten die Parkarchitekturen dokumentiert, restauratorische Untersuchungen vorgenommen sowie Archiv- und Quellenstudien betrieben. Von Anfang an werden die Arbeiten vom Landesamt für Denkmalpflege fachlich betreut. Daneben gibt es enge Kontakte zu den zuständigen Naturschutz- und Forstbehörden. 1997 gelang es, die Anlage in das Eigentum des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.V. zu überführen.

 

Durch eine Förderung der Allianz Umweltstiftung und mit Hilfe von Förderprogrammen des Landes Sachsen konnten in den letzten Jahren umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen an den Parkarchitekturen, Wegen und dem Gehölzbestand vorgenommen werden.

 

2005 verlieh das Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz dem Verein "Seifersdorfer Thal" e.V. den Deutschen Preis für Denkmalschutz - die "Silberne Halbkugel".

 

 

Lage

Seifersdorfer Tal, Stadt Dresden / Wachau, Regierungbezirk Dresden, nordwestlich von Radeberg

Projekt

Denkmalpflegerische Konzeptionen,Entwurfsplanung bis Bauüberwachung

Planung

seit 1981 (gemeinsam mit Büro Pätzig, Dresden u.a.)

Auftraggeber

Landesverein Sächs. Heimatschutz / Seifersdorfer Thal e.V.

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RHODODENDRONPARK KROMLAU Örtliche Entwicklungskonzeption Kromlau mit denkmalpflegerischem Rahmenkonzept Rhododendronpark, Entwurfsplanung bis Bauüberwachung

 

 

"Kromlau - ein vergessenes Idyll" [Dieter Hennebo, 1954]

Der fast 200 ha große, weiträumige Landschaftspark wurde von seinem Besitzer Friedrich Hermann Rötschke ab 1844 angelegt und unter den Grafen von und zu Egloffstein erweitert und ergänzt. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Muskauer Park gelegen, zeichnet sich die Anlage besonders durch die zahlreichen Parkarchitekturen, so z. B. die berühmte Rakotzbrücke, aus. Daneben verfügt sie aber auch über vielfältige botanische Besonderheiten. Beeindruckend sind die riesigen alten Rhododendronbestände, die den Park überregional bekannt gemacht haben.

 

Derzeit laufen Sanierungsarbeiten an den Barockskulpturen und ausgewählten Parkarchitekturen im Rahmen des grenzüberschreitenden Programms INTERREG IIIa.

 

 

Lage

Kromlau, Gemeinde Gablenz, Regierungsbezirk Dresden, nördlich von Weißwasser

Projekt

Denkmalpflegerischem Rahmenkonzept Rhododendronpark, Entwurfsplanung bis Bauüberwachung

Planung

2001 - 2006

Auftraggeber

Gemeinde Gablenz

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ÖRTLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT KROMLAU

 

 

Die ehemals eigenständige Gemeinde Kromlau (ca. 543 Hektar) ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Gablenz. Das Örtliche Entwicklungskonzept für den zur Gemeinde Gablenz/OL gehörenden Ortsteil Kromlau wurde vom Amt für ländliche Neuordnung in Kamenz gefördert. Die Arbeit beinhaltet einen Überblick über die naturräumlichen Gegebenheiten von Kromlau und seiner Umgebung und gewährt einen Einblick in die geschichtliche Entwicklung von Ort und Park. Neben der Erfassung der aktuellen Schutzaspekte, wie Naturschutz- und Denkmalschutz, erfolgte eine Bestandsanalyse der städtebaulichen Substanz. Infolge der unterschiedlichen Nutzungsansprüche durch verschiedene Interessengruppen und der Restriktionen durch den Denkmal- und Naturschutz ergaben sich verschiedene Konfliktbereiche. Diese wurden analysiert und Lösungsvorschläge erarbeitet. Nach der Sichtung bereits vorhandener Planungen, insbesondere des Flächennutzungsplans und des Tourismuskonzepts für den Ort Kromlau sowie aktuelle Unterlagen zur Entwicklung der Muskauer Kulturlandschaft und den Ergebnissen der Bestandserfassung wurden Zielvorstellungen für die weitere Ortsentwicklung und konkrete Maßnahmen formuliert. Im Planungsprozess wurde besonderer Wert auf eine umfassende Bürgerbeteiligung gelegt. So fand 2003 unter der Schirmherrschaft des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.V. ein Parkseminar mit über 100 Teilnehmern statt.

 

 

Lage

Gemeinde Gablenz, Regierungsbezirk Dresden, nördlich von Weißwasser

Projekt

Örtliches Entwicklungskonzept

Planung

2001

Auftraggeber

Gemeinde Gablenz

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JOHANNAPARK LEIPZIG Denkmalpflegerische Rahmenkonzeption, Entwurfsplanung bis Bauüberwachung

 

 

Die Parkanlage entstand ab 1863 im Auftrag des Leipziger Bankiers Seyfferth in Erinnerung an seine verstorbene Tochter Johanna. Seyfferth beauftragte den kgl.-preußischen Gartendirektor Lenné mit der Planung. Anteil an der Konzeption und der Umsetzung hatten auch Gustav Meyer und der Leipziger Ratsgärtner Wittenberg. In seinem Vermächtnis übereignete Seyfferth den Park der Stadt mit der Auflage, die Anlage für alle Zeit im Sinne der Lenné’schen Planung zu erhalten. In der Zeit nach 1945 wurde der Park im Zusammenhang mit dem Bau eines Gebäudes der Staatssicherheit im großen Umfang überformt. Nach den Vorgaben der Denkmalpflegerischen Rahmenkonzeption konnte der Park ab 1995 schrittweise restauriert werden.

 

 

Lage

Johannapark Leipzig, westlich an das Stadtzentrum angrenzend, Teil des Landschaftsschutzgebietes "Leipziger Auwald"

Projekt

Denkmalpflegerische Rahmenkonzeption, Entwurfsplanung bis Bauüberwachung

Planung

1995 - 2001

Auftraggeber

Stadt Leipzig, Grünflächenamt

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SCHLOSSPARK LÜTZSCHENA Denkmalpflegerische Konzeption, Entwurfsplanung bis Bauüberwachung

 

 

Das Denkmalensemble des ehemaligen Rittergutes Lützschena ist in seiner Sachgesamtheit ein herausragendes Beispiel eines nach ästhetischen Gesichtspunkten angelegten landwirtschaftlichen Muster- und Versuchsgutes. Maximilian Freiherr Speck von Sternburg gestaltete es ab 1823 nach dem Vorbild einer "ornamented farm". Er kann als einer der Bahnbrecher der modernen Landwirtschaft bezeichnet werden. In der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts schuf er eine Musterwirtschaft, die in jener Zeit beispielgebend war. Der Park besaß durch die zahlreichen Kunstwerke einen hohen ästhetischen Anspruch sowie künstlerischen und didaktischen Wert.

 

Im Rahmen der Denkmalpflegerischen Konzeption wurde erstmals eine umfassende Archivarbeit zum Schlosspark Lützschena vorgelegt. Außerdem erfolgte eine Erfassung der Parkarchitekturen. Als Ergebnis der Analyse liegt ein detaillierter Erhaltungs- und Restaurierungsplan sowie ein Maßnahmekatalog für die einzelnen Parkarchitekturen vor. Seit 1999 werden im Park in enger Zusammenarbeit mit den Denkmal- und Naturschutzbehörden umfangreiche Restaurierungsarbeiten vorgenommen.

 

 

Lage

Schlosspark Lützschena, im Nordwesten der Stadt Leipzig, Teil des Leipziger Auwaldes, südlich der Bundesstraße 6

Projekt

Denkmalpflegerische Konzeption, Entwurfsplanung bis Bauüberwachung

Planung

1999 - 2005

Auftraggeber

Stadt Leipzig

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